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Wer ist hier wohl gemeint?

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Antwort: Natürlich die Biene!

Die Klasse 1a beschäftigte sich in diesem Schuljahr über einen längeren Zeitraum mit der Honigbiene. Hierbei sollten den Kindern die Wichtigkeit sowie die enormen Leistungen der Biene bewusst werden, um so ein verantwortungsbewussteres Verhalten anzubahnen.

 

Besuch beim Imker
Nachdem die Kinder einige Grundkenntnisse über den Aufbau eines Bienenstaates sowie die Aufgaben von Königin, Arbeiterinnen und Drohnen erworben hatten, besuchte die Klasse 1a Anfang Mai gemeinsam mit Frau Schwarz und Frau Braun die Bienenvölker auf dem nahegelegenen Gelände des Obst- und Gartenbauvereins Weisendorf. Hier konnten die Kinder die Honigbiene in ihrem Lebensraum beobachten und durch den Schaukasten ganz aus der Nähe betrachten.

Die beiden Imker, Herr Neumeier und Herr Hanika, waren bereits vor Ort, als wir dort eintrafen. Nach einer sehr herzlichen Begrüßung folgte zunächst eine theoretische Hinführung. Hier konnten die Kinder ihr bereits vorhandenes bzw. erworbenes Wissen loswerden und neue Dinge zur Biene erfahren.

Noch ein paar wichtige Tipps zum Umgang mit den Bienen und schon ging es – mit Schleiern ausgerüstet – los: Die Bienen durften betrachtet werden! Sehr hilfreich war dabei der Schaukasten, in welchem die Kinder auch gleich die Bienenkönigin samt Hofstaat entdeckten:

 

Für große Begeisterung sorgten zunächst auch die Bienen, die sich auf den weißen Hüten der Schüler niederließen.
Als nächstes wurde einer der Bienenstände geöffnet und ein Volk samt Wabe entnommen. Welch ein Gekrabbel!

Die Kinder beobachteten alles genau und wurden immer mutiger, sodass sich schließlich fast alle Kinder trauten, einmal vorsichtig die Bienen zu berühren. Ein tolles Erlebnis, das man so normalerweise nicht macht! So „warm, weich und kribbelig“.

 

Die Bienen-Begegnung mit vielen Sinnen war für die Kinder ein tolles Erlebnis, von dem sie auch noch Tage später erzählten!


Viele weitere Entdeckungen

Nach dem ersten Besuch beim Imker folgten noch weitere gegenseitige Besuche, bei welchen die Kinder viele interessante Dinge erfahren konnten.

So lernten sie, dass die Biene nach Rind und Schwein das drittwichtigste Nutztier für den Menschen ist. Denn sie liefert dem Menschen nicht nur Honig, sondern sorgt dafür, dass die Blüten vieler Obstbäume und anderer Pflanzen bestäubt werden. Sie ist somit für den Menschen und die Natur sehr wichtig.

 

Im Unterricht beschäftigten sich die Schüler mit verschiedenen Fragen rund um die Honigbiene, wie beispielsweise „Warum schlüpft eine neue Königin?“, „Wie machen Bienen Honig?“ oder „Wie sprechen Bienen?“. Auch durften sie in kleinen Versuchen herausfinden, wie die Biene eigentlich die Blüten bestäubt oder feststellen was passiert, wenn eine Biene eine Blüte nicht bestäubt. Dazu wurde eine Apfelblüte in ein Netz eingepackt, sodass Licht an die Blüte kommen konnte, aber keine Insekten.

Auch Bienenrekorde waren Teil des Unterrichts. Besonders fasziniert waren die Kinder davon, dass die Biene für ein Glas Honig etwa drei Mal um die Erde fliegen muss und eine Honigbiene täglich bis zu 1000 Blüten bestäubt.
Um die aktuelle Lage der Biene zu verstehen, lernten die Kinder auch die Gefahren kennen, die die Honigbiene bedrohen (Pflanzenschutzmittel, einseitiges Nahrungsangebot durch Maismonokultur, Varroamilbe). Davon sichtlich betroffen, wollten die Schüler etwas für die Honigbiene tun. So entstand die Idee …

 

Bau des Insektenhotels
Um auch längerfristig etwas für die immer weniger werdenden Bienen zu tun, haben sich die Kinder dazu entschlossen, ein Insektenhotel zu bauen. Dieses hat den Vorteil, dass auch Wildbienen und andere Insekten, die nicht von einem Imker unterstützt werden, ein Zuhause finden. So wurde zum Abschluss der Sequenz gemeinsam mit der Unterstützung von unserem Hausmeister Herrn Bucher sowie einiger Eltern ein Insektenhotel gebaut und auf dem Schulgelände aufgestellt.

 

 

 

 

Bienen-Mappe
All die Dinge, die die Schüler rund um die Honigbiene gelernt haben, sind nun in ihrer „Bienen-Mappe“ zu finden. Auch kleine Geschichten durften die Kinder selbst schreiben.
Die Kinder arbeiteten hieran mit sehr viel Freude und am Ende entstanden sehr schöne Portfolios, auf die sie zu Recht stolz waren!